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Nationalpark Eifel

Was bedeutet eigentlich „Nationalpark“?
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Nationalparke sind großflächige Schutzgebiete, in denen die Natur Natur sein darf. „Nationalparke haben zum Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebietes den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten.“ So steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Nationalparke dienen auch dem Naturerlebnis und der Forschung. Sie sollen die Menschen an die Natur heranführen und einen naturverträglichen Tourismus fördern.

Geschützter Lebensraum für Tiere

Nationalparke sind großräumige, naturnahe Landschaften von nationaler und internationaler Bedeutung. Sie sind Schutzgebiete, in denen sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln kann. Daneben dienen die Parke der wissenschaftlichen Naturbeobachtung. Sie haben einen hohen Erholungswert, tragen zur Umweltbildung bei und geben die Möglichkeit, Natur zu erleben.
Die Errichtung eines Nationalparks ist für die Regionalentwicklung von großer Bedeutung. Ein Nationalpark schafft zusätzliche Arbeitsplätze, erhöht die Attraktivität der Ferienregion und sorgt für Investitionen. Die Menschen werden nicht aus dem Nationalpark ausgesperrt. Ganz im Gegenteil: Eine wichtige Eigenschaft ist die Zugänglichkeit für Besucherinnen und Besucher. Dazu gehören Wanderwege, Informationseinrichtungen und Lehrpfade. Allein bestimmte Kernruhezonen im Nationalpark sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
In Deutschland gibt es inzwischen 14 Nationalparke, die eine Gesamtfläche von 2 Prozent des Landes abdecken.

Nationalpark Eifel

Der Nationalpark Eifel ist ein Wald-Nationalpark. Hier werden Buchenwälder geschützt, die vom atlantisch beeinflussten Klima und nährstoffarmen, sauren Boden geprägt sind. Die Bergrücken der Eifel zeigen zu den Bachtälern und Talsperren hin steile, oft felsige Hänge, die – vor allem an den Sonnenseiten – mit Traubeneichen bewachsen sind. Bäche durchfließen steile Kerbtäler und bilden bewaldete, kühle Schluchten. Wenn sie aus ihnen heraustreten, öffnet sich die Landschaft und der Bachlauf mäandert auf der breiten Talsohle durch idyllische Wiesen. Große Teile der ehemaligen Wirtschaftswälder werden derzeit noch von standortfremden Fichten eingenommen. Sie werden im Laufe der kommenden Jahre zum Naturwald entwickelt. Der Nationalpark Eifel umfasst auch den Truppenübungsplatz Vogelsang. Bis zur offiziellen Übergabe am 1. Januar 2006 finden hier nur noch Aufräumarbeiten statt. Der Übungsbetrieb ist bereits eingestellt. Hier gibt es größere Offenlandflächen, von denen ein Teil nach der Übergabe für die Wiederbewaldung vorgesehen ist.

Das Gebiet

Seit dem 1. Januar 2004 gibt es den Nationalpark Eifel. Er ist der erste in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Gebiet der Kreise Euskirchen, Düren und Aachen, nicht weit von den Städten Köln und Aachen entfernt, erstreckt sich der Nationalpark auf insgesamt etwa 110 Quadratkilometern Fläche. Er umfasst Tallagen mit etwa 200 Metern Höhe und erreicht 600 Meter in den Hochlagen. Das Gebiet wird von den Flüssen Rur und Urft und ihren Nebenbächen geprägt. Hier finden sich vor allem ausgedehnte Waldgebiete, aber auch Talsperren und die Offenlandbereiche des Truppenübungsplatzes Vogelsang.

Fortsetzung: Nationalpark, Teil 2
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